DEATH
Erscheinungsdatum: November 2024
Label: NEOS Music GmbH
Bestellnummer: 12431
Anzahl Disks: 1
Spieldauer: 71 Minuten
Cover: Maria Frodl
Allgemeines Leid wird berührend individuell bei Eres Holz: Waisengarten, schon im Titel ambivalent, erzählt von Unbehaustheit und Trost, überführt verzweifelte Aufschreie oder dunkel schwelende Ungewissheit in Lichtpunkte von Celesta und Glockenspiel, sinnliche, farbenprächtige Schönheit.
#1_2026
Uraufgeführt wurde auch Waisengarten des polnischstämmigen Israeli Eres Holz. Brüchige Klänge tasten zaghaft durch Generalpausen und ballen sich plötzlich zu schroffen Dissonanzen, die ebenso unvermutet zartem Glockenspiel weichen. Das Klangsymbol irreal gewordener Kindheit wird dann durch das erneut einsetzende Mahlwerk umso brutaler zermalmt.
11_2025
Herbst
Uraufführung eines Madrigalbuchs nach Gedichten von Paul Celan (1954) für gemischten Chor
Olaf Katzer – künstlerische Leitung
[...] Eigenschaft zur Klangverschmelzung spielt Holz’ Stück Moiré (2006/07) für Akkordeon und Klarinette. Darin werden komplexe Texturen zeitlich versetzt, was zu einem klanglichen Irisieren führt.
[...] In Holz’ Ensemblewerk Ein Mensch erkennt, dass er nie Mensch war (2023) erzeugt das Akkordeon im Hintergrund ein obsessives, bedrohlich wirkendes Rumoren.
Juli 2026
Juli
5. 20h
Aufführung von Kataklothes (2015) für großes Ensemble
Kompositionsauftrag des Zafraan Ensemble
Foto: Neda Navaee
Konzerthaus, Berlin
Juni
6. 22h05
Produziert im Deutschlandfunk Teil 12: Meine komponierende Generation X Aufnahmen von Samir Odeh-Tamimi, Jamilia Jazylbekova, Lisa Streich, Ying Wang, Sarah Nemtsov, Farzia Fallah und Eres Holz
Am Mikrofon: Frank Kämpfer
Künstlerischem Musiker-Nachwuchs Sendezeit, Podium und Entwicklungsmöglichkeiten zu geben, hat im Deutschlandfunk lange schon Tradition. Mit der Entfaltung einer sich schnell ausdifferenzierenden Label-Landschaft um das Jahr 2000 lag es folglich nahe, auch der nachfolgenden Komponierenden-Generation den Deutschlandfunk Kammermusiksaal zu öffnen. Im Rahmen von CD-Koproduktion eröffnete sich ein ganz neues Feld, um ausgewählten jungen Urheberinnen und Uhrhebern in ihrer Entwicklung konzeptionell zur Seite zu stehen. Zeitgleich begann sich ein redaktionelles Selbstverständnis zu formen, in dem sich Förderung mit Herausforderung und Verantwortung verband. Zum Abschluss der Sendefolge skizziert Produzent Frank Kämpfer die Zusammenarbeit mit sieben Komponierenden – von Samir Odeh-Tamimi, Jahrgang 1970, bis zur 1985 geborenen Lisa Streich.