Eres Holz

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MEDIA

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Juni 2020

Konzertdokument der Woche

Hanno Ehrler

hautwärts (2018)

Ensemble LUX:NM

Ruth Velten - Saxophon
Florian Juncker - Posaune
Silke Lange - Akkordeon
Vitaly Kyianytsia - Klavier
Zoé Cartier - Violoncello

Martin Offik - Klangregie

Villa Elisabeth, 30. November 2019, Berlin


Hanno Ehrler

Kataklothes (2015)

Ensemble Aventure

Mario Notaristefano - Flöte
Andrea Nagy - Klarinette, Bassklarinette
Patrick Stadler - Saxophon
Kirsten Ecke - Harfe
Akiko Okabe - Klavier
Julian Belli - Schlagwerk
Friedmann Treiber - Violine
Sylvie Alternburger - Viola
Beverley Ellis - Violoncello
Johannes Nied - Kontrabass

Nicholas Reed - Dirigent

Forum Neuer Musik 2019 - Deutschlandfunk, April 2019, Köln


Eres Holz: hautwärts

Im Stück hautwärts – ein Auftragswerk der Berliner Formation LUX:NM – möchte Komponist Eres Holz das Publikum unmittelbar ansprechen. Sein Ziel ist es, den emotionalen Kern seiner Hörerinnen und Hörer zu erreichen. Holz verwendet nicht-tonale Klänge und Mikrotöne, aber seine Musik ist nicht abstrakt, sie wirkt existenziell und greift tief in Bereiche des Seelischen.

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Hanno Ehrler

Konzertdokument der Woche 2020

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28/06/2020

Eres Holz: hautwärts

Den Anfang des Novitätenreigens macht hautwärts (2018) für Saxofon, Cello, Posaune, Akkordeon und Klavier von Eres Holz. Das 28-minütige Werk organisiert sich vierteilig. Vier Soli-Passagen sind jeweils vier Gipfel-artige Tutti-Passagen zugeordnet. Lange Soli von Akkordeon, Klavier und Cello eröffnen hautwärts, am Ende steht eine lange, klanglich instabile Ausklangphase mit ruhigen Akkorden des Klaviers. Zwischen die „Soloauftritte“ der verschiedenen Instrumente schieben sich also jeweils energetische Tuttiblöcke, pulsierende Bereiche, die sich, halb Zustand, halb Prozess, mit zäher Gewalt der Phantasie bemächtigen. Was an dem israelischen Komponisten Eres Holz fasziniert, ist die Fähigkeit, scheinbar unbegrenzt fließendes, vielstimmige organisiertes Material so zu ordnen, dass die Musik einen Zustand von Ordnung und Kontrolle erreicht, der der Komposition ihre luzide Souveränität verleiht. Bei Eres Holz gibt es Schönheit und Komplexität nebeneinander.

Gerne mag man dem Werk wiederbegegnen.

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Anton Schlatz

LUX:NM in der Villa Elisabeth

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Berlin 12/2019

Blog

Klangrede

Kataklothes (2015)
für großes Ensemble

Quintett (2009)
für Flöte, Klarinette, Viola, Klavier und Harfe

Zafraan Ensemble, Titus Engel

Erscheinungsdatum: 2016
Anzahl Disks/Tonträger: 1
Label: bastille musique 4
Spieldauer: 69.34 Minuten
ASIN: B01N8XERA5

Longlist 01/2017 vom Preis der deutschen Schallplattenkritik

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Fünf Sterne deluxe

Die Neue Zeitschrift für Musik empfiehlt die CD:

Das Konzert des Zafraan Ensemble mit Stücken von Johannes B. Borowski, Eres Holz und Stefan Keller war eines der bemerkenswertesten, lebendigsten Konzerte bei Ultraschall 2016. Nun hat die Formation [...] exakt jenes Berliner Programm neu eingespielt. Bei aller Unterschiedlichkeit der musikalischen Rhetorik ist den einzelnen Stücken der Wille zu komplexen Strukturen und energetischen Klang-Prozessen gemein, die sich beim brillant aufspielenden Zafraan Ensemble geradezu folgerichtig in körperlich spürbare Klangsinnlichkeit verwandeln.

Dirk Wieschollek

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Integration ist überholt in der Vielheitsgesellschaft

Das Forum Neuer Musik im Deutschlandfunk Köln sucht nach "Postmigrantischen Visionen"

. . . Beklemmend, nach diesem "Salto mortale in die Vergangenheit" dem Ensemblestück "Kataklothes" von Eres Holz zu begegnen, einem quasi nach Deutschland "zurückgekehrten" israelischen Komponisten, zu dessen Vorfahren polnische Holocaust-Opfer gehören. "Verbindungsfäden" gemäß den Schicksalsgöttinnen der griechischen Mythologie sind für Holz eine wesentliche Inspirationsquelle für eine überwältigend farbige, Entwicklungen in organischem Fluss einleitende und lösende Musik.

Flucht vor Krieg und Verfolgung wird heute wieder millionenfach erlebt. Doch was geschieht nach der Flucht, nach dem Ankommen im "Gastland" oder gar der "neuen Heimat"? Das Stück von Eres Holz führt mitten hinein in die Problematik des diesjährigen "Forums Neuer Musik" des Deutschlandfunks Köln, weil sich mit ihm auch die Fäden verschiedener Identitäten beschreiben lassen, welche die Persönlichkeit des Weltbürgers, des Eingewanderten, des Flüchtlings ausmachen.


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Isabel Herzfeld

Frankfurter Allgemeine

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17.04.19, Nr. 91, S. 13

Die kopernikanische Wende von Raderthal

. . . Ganz anders der Eindruck des Eröffnungsstücks. Kataklothes für Ensemble des israelischen Komponisten Eres Holz fokussierte, ja bannte das Ohr durch das Atemlose, das Dichte, Verdichtete seiner Sprache. Man verstand: Wenn es heute tatsächlich um so etwas wie „neue Musik“ gehen soll, dann muss es in erster Linie einmal darum gehen, ein Suchen als Dringlichkeit zu etablieren, um sich überhaupt einmal einen Raum zu erobern, in dem man sprechen, atmen, behaupten und so weiter kann.


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Georg Beck

nmz - neue musikzeitung

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5/2019

Eres Holz: Kataklothes (2015) für großes Ensemble

Bedeutend extrovertierter: Kataklothes (2015), das mit schriller Expressivität und schreienden, grellen Farben Zustände tumultartiger Chaotik ausgeprägt. Ein sehr intensives Stück mit viel Perkussion, dissonanten Verdichtungen und volksmusikalischen Valeurs, als würden die Schicksalgöttinnen der antiken Mythologie hier direkt die Fäden ziehen


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Dirk Wieschollek

Neue Zeitschrift für Musik

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05/2017