Eres Holz

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November 2021

Forum neuer Musik 2021

Eres Holz' string quartet „Dunkle Risse“

Hanno Ehrler

Matthias Reuland - Tonmeister

Asasello Quartett

Der Berliner Komponist Eres Holz rührt an Fragen von existenzieller Dimension. Als Künstler will er kein trügerisches Paradies entfalten, sondern den Widersprüchen des Lebens, Ängsten und Grenzsituationen ins Auge sehen. Das Asasello Quartett hat sein Auftragswerk „Dunkle Risse“ ersteingespielt.

Mit seinem Komponieren fragt Eres Holz nach dem Sinn des Lebens. Dabei müsse er sich auch auf Nachteiliges, Unerfreuliches einlassen. „Ohne Negativität verkümmert das Leben zum toten Sein. Gerade die Negativität erhält das Leben lebendig“, schreibt der gleichfalls in Berlin lebende koreanische Philosoph Byung-Chul Han. Das könnte auch Eres Holz gesagt haben. Holz beobachtet, dass man in unserer Gesellschaft heute nur das Positive sehen wolle. Wodurch Oberflächlichkeit entstehe. Sie verleihe den Dingen einen schalen Glanz und verdecke die Abgründe des Lebens. Und nicht zuletzt auch den Tod.