Eres Holz

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Kataklothes (2004)

für großes Ensemble

Auftragskomposition des Zafraan Ensemble
finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung

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Ausschnitte:

zafraan ensemble:

liam mallet - flöte
miguel pérez iñesta - klarinette
martin posegga - saxophon
anna viechtl - harfe
clemens hund-göschel - klavier
daniel eichholz - schlagwerk
emmanuelle bernard - violine
josa gerhard - viola
martin smith - cello
beltane ruiz - kontrabass

titus engel - dirigent

Eres Holz: Kataklothes (2015) für großes Ensemble

Wechselwirkungen von Harmonik und Melodik untersucht Eres Holz in seinem neuen Ensemblestück Kataklothes. Das altgriechische Wort Kataklothes bedeutet „Zuspinnerinnen“ und bezieht sich auf die Moiren, in der antiken Mythologie die drei Schicksalsgöttinen, die den Lebensfaden für den Menschen knüpfen. Kataklothes als Bezeichnung für die Schicksalsgöttinnen verwendet Homer beispielsweise in der Odyssee. Das Bild des Lebensfadens ist passend für die Komposition von Eres Holz: Er erstellt darin als durchgehenden Faden eine Verkettung harmonischer Sequenzen. Wie in seinem Quintett verläuft auch hier die harmonische Progression im Sinne eines fortschreitenden „Chorals“, dessen fließender Stimmverlauf jeweils neue Akkorde bildet. Der harmonische Faden wird gewissermaßen immer weitergesponnen. Sobald sich die Harmoniefolgen etabliert haben, setzen Verschiebungen ein, der Verlauf wird rhythmisch komplexer, die Entwicklung spielerischer und belebter.


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Eckhard Weber

Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) 2015

Neue Musik in ihrer ganzen Verschiedenheit: Ultraschall Berlin 2016

Die Musik des gebürtigen Israelis Eres Holz, eines ehemaligen Schülers von Hanspeter Kyburz, zählt zu den spannendsten Entdeckungen, die man bei "Ultraschall" machen konnte. Holz sucht nach einer harmonischen Verbindlichkeit jenseits der Dur-Moll-Tonalität. Das Ensemblewerk "Kataklothes" von Eres Holz exponiert eine Akkordverkettung, deren Fortschreiten zugleich eigentümlich logisch und offen wirkt: genauso wie der Lebensfaden, den die altgriechischen Moiren - auf die der Titel anspielt - spinnen. Entstanden ist eine ungeheuer farbige und plastische Musik, die Harmonie als ein sich beständig wandelndes Phänomen erfahrbar macht, als etwas, das nicht statisch, sondern in sich beweglich ist.


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Julia Spinola

Ultraschall: Festival für zeitgenössische Musik, Deutschlandfunk (DLF)

Berlin 2016

Blog

Klangrede

Kataklothes (2015)
für großes Ensemble

Quintett (2009)
für Flöte, Klarinette, Viola, Klavier und Harfe

Zafraan Ensemble, Titus Engel

Erscheinungsdatum: 2016
Anzahl Disks/Tonträger: 1
Label: bastille musique 4
Spieldauer: 69.34 Minuten
ASIN: B01N8XERA5