Eres Holz

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Kataklothes (2015)

für großes Ensemble

Auftragskomposition des Zafraan Ensemble
finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung

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Ausschnitte:

Takt 1-29

Takt 129-144

Takt 176-197

zafraan ensemble:

liam mallet - flöte
miguel pérez iñesta - klarinette
martin posegga - saxophon
anna viechtl - harfe
clemens hund-göschel - klavier
daniel eichholz - schlagwerk
emmanuelle bernard - violine
josa gerhard - viola
martin smith - cello
beltane ruiz - kontrabass

titus engel - dirigent

Blog

Klangrede

Kataklothes (2015)
für großes Ensemble

Quintett (2009)
für Flöte, Klarinette, Viola, Klavier und Harfe

Zafraan Ensemble, Titus Engel

Erscheinungsdatum: 2016
Anzahl Disks/Tonträger: 1
Label: bastille musique 4
Spieldauer: 69.34 Minuten
ASIN: B01N8XERA5

Longlist 01/2017 vom Preis der deutschen Schallplattenkritik

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Fünf Sterne deluxe

Die Neue Zeitschrift für Musik empfiehlt die CD:

Das Konzert des Zafraan Ensemble mit Stücken von Johannes B. Borowski, Eres Holz und Stefan Keller war eines der bemerkenswertesten, lebendigsten Konzerte bei Ultraschall 2016. Nun hat die Formation [...] exakt jenes Berliner Programm neu eingespielt. Bei aller Unterschiedlichkeit der musikalischen Rhetorik ist den einzelnen Stücken der Wille zu komplexen Strukturen und energetischen Klang-Prozessen gemein, die sich beim brillant aufspielenden Zafraan Ensemble geradezu folgerichtig in körperlich spürbare Klangsinnlichkeit verwandeln.

Dirk Wieschollek

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Neue Musik in ihrer ganzen Verschiedenheit: Ultraschall Berlin 2016

Die Musik des gebürtigen Israelis Eres Holz, eines ehemaligen Schülers von Hanspeter Kyburz, zählt zu den spannendsten Entdeckungen, die man bei "Ultraschall" machen konnte. Holz sucht nach einer harmonischen Verbindlichkeit jenseits der Dur-Moll-Tonalität. Das Ensemblewerk "Kataklothes" von Eres Holz exponiert eine Akkordverkettung, deren Fortschreiten zugleich eigentümlich logisch und offen wirkt: genauso wie der Lebensfaden, den die altgriechischen Moiren - auf die der Titel anspielt - spinnen. Entstanden ist eine ungeheuer farbige und plastische Musik, die Harmonie als ein sich beständig wandelndes Phänomen erfahrbar macht, als etwas, das nicht statisch, sondern in sich beweglich ist.


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Julia Spinola

Ultraschall: Festival für zeitgenössische Musik, Deutschlandfunk (DLF)

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Berlin 2016

Eres Holz: Kataklothes (2015) für großes Ensemble

Wechselwirkungen von Harmonik und Melodik untersucht Eres Holz in seinem neuen Ensemblestück Kataklothes. Das altgriechische Wort Kataklothes bedeutet „Zuspinnerinnen“ und bezieht sich auf die Moiren, in der antiken Mythologie die drei Schicksalsgöttinen, die den Lebensfaden für den Menschen knüpfen. Kataklothes als Bezeichnung für die Schicksalsgöttinnen verwendet Homer beispielsweise in der Odyssee. Das Bild des Lebensfadens ist passend für die Komposition von Eres Holz: Er erstellt darin als durchgehenden Faden eine Verkettung harmonischer Sequenzen. Wie in seinem Quintett verläuft auch hier die harmonische Progression im Sinne eines fortschreitenden „Chorals“, dessen fließender Stimmverlauf jeweils neue Akkorde bildet. Der harmonische Faden wird gewissermaßen immer weitergesponnen. Sobald sich die Harmoniefolgen etabliert haben, setzen Verschiebungen ein, der Verlauf wird rhythmisch komplexer, die Entwicklung spielerischer und belebter.


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Eckhard Weber

Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)

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Berlin, 2015

Eres Holz: Kataklothes (2015) für großes Ensemble

Der Titel von Holz's Kataklothes (2015) ist ein altgriechisches Wort, es bedeutet „Spinnen“ und bezieht sich auf die drei Göttinnen, die den Faden des Lebens spinnen. Holz verwendet eine Gruppe von harmonischen Sequenzen als Faden durch das Stück. Geschrieben für Flöte, Klarinette, Saxophon, Harfe Klavier, Schlagzeug, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass (geleitet von Titus Engel), öffnet es sich mit einem dramatischen Ausbruch und beruhigt sich dann allmählich, obwohl die Harmonien ziemlich dicht sind. Eruptionen und Störungen tauchen ab und zu. Es gibt sehr viel Sinn für die melodische Linien, die unabhängig voneinander arbeiten, jeder mit seiner eigenen Logik, und wie in seinem Quintett (2009) gibt es einen Gebrauch von Spärlichkeit und Stille.


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Robert Hugill

Planet Hugill - A world of classical Music

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2017

Eres Holz: Kataklothes (2015) für großes Ensemble

Bedeutend extrovertierter: Kataklothes (2015), das mit schriller Expressivität und schreienden, grellen Farben Zustände tumultartiger Chaotik ausgeprägt. Ein sehr intensives Stück mit viel Perkussion, dissonanten Verdichtungen und volksmusikalischen Valeurs, als würden die Schicksalgöttinnen der antiken Mythologie hier direkt die Fäden ziehen


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Dirk Wieschollek

Neue Zeitschrift für Musik

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05/2017