Eres Holz

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Ambivalente Architekturen: Klänge von Eres Holz und Giovanni Verga in der Rofinparkhalle Eberswalde

Eres Holz ist ein Komponist, dessen Klangsprache oft in beeindruckend intensiver Weise aufgeladen ist mit den Rätseln und Abgründen existentieller Befindlichkeiten, ohne dabei einer plakativ narrativen Programmatik zu folgen. In Insight für achtköpfiges Ensemble und Live-Elektronik, das speziell für die besondere Besetzung des Ensembles Quillo konzipiert wurde, spürt er auch den Ambivalenzen nach, die an postindustriellen Orten wie diesen noch heute wirksam sind: Als verlassene Stätten einstiger Arbeitswelt sind sie melancholische Denkmäler der Industrialisierung und gleichzeitig Fanale einer Entwicklung, deren Konsequenzen wir heute alle als Klimawandel zu spüren bekommen, wo der Produktions- und Wachstumsrausch von einst umgekippt ist in eine akute Gefährdung unserer Lebensgrundlagen. Momente des Um- und Zusammenbruchs sind denn auch den energiegeladenen Klangprozessen von Insight vielerorts eingeschrieben. Wie der Titel es vermuten lässt, geht es aber vor allem um einen Zustand des Bewusstseins: „Insight besteht aus den Worten „In“ im Sinne eines räumlichen Ortes und „Sight“ im Sinne eines Anblicks. Insight ist eine „Besichtigung“ in einem ausgeblendeten Ort des Geistes, eine Aufdeckung von Verborgenem - ein „Schlüssel“ zu etwas, das vorher noch nicht im eigenen Bewusstsein angekommen ist“, verrät der Komponist.

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Dirk Wieschollek

Industriekultur in Bewegung

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Juni 2021

Eres Holz: Dunkle Risse

Der Berliner Komponist Eres Holz rührt an Fragen von existenzieller Dimension. Es geht um Grenzüberschreitungen, um die unbedingte Suche nach dem eigenen Selbst. Das Kölner Asasello Quartett stellt der Uraufführung von Holz‘ Streichquartett Werke von Henry Purcell voran.

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Hanno Ehrler

Forum neuer Musik 2021

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Eres Holz: hautwärts

Im Stück „hautwärts“ – ein Auftragswerk der Berliner Formation LUX:NM – möchte Komponist Eres Holz das Publikum unmittelbar ansprechen. Sein Ziel ist es, den emotionalen Kern seiner Hörerinnen und Hörer zu erreichen. Holz verwendet nicht-tonale Klänge und Mikrotöne, aber seine Musik ist nicht abstrakt, sie wirkt existenziell und greift tief in Bereiche des Seelischen.

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Hanno Ehrler

Konzertdokument der Woche 2020

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28/06/2020

Eres Holz: Dunkle Risse

Das große Streichquartett von Eres Holz setzt gleichfalls auf Emotionen; es ist inspiriert von Gedanken der Grenzüberschreitung und des inneren Ausnahmezustands.

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Frank Kämpfer

Forum neuer Musik 2021

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Eres Holz: Dunkle Risse

Eres Holz‘ Streichquartett, das beim Forum neuer Musik 2020 zur Uraufführung kommt, heißt „Dunkle Risse“. In dem fünfsätzigen Stück verschmelzen die Stimmen des Asasello Quartetts zu einem homogenen Klangkörper. Geheimnisvoll und unheimlich soll das akustische Setting wirken. Holz möchte in seiner Musik kein trügerisches Paradies entfalten, sondern Fragen nach Ängsten und existentiellen Situationen aufwerfen. Das bedeutet, den Widersprüchlichkeiten des Lebens schöpferisch ins Auge sehen.

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Frank Kämpfer

Forum neuer Musik 2021

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Eres Holz: Dunkle Risse

Holz möchte in seiner Musik kein trügerisches Paradies entfalten, sondern Fragen nach Ängsten und existentiellen Situationen aufwerfen. Das bedeutet, den Widersprüchlichkeiten des Lebens schöpferisch ins Auge sehen.

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Frank Kämpfer

Forum neuer Musik 2021

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Zweifelnde Suchbewegungen

Vom Computer gesteuerte mathematische Logik dient der Musik des 1977 in der Nähe von Tel Aviv geborenen Komponisten Eres Holz als Grundlage. Doch es geht in seinen Werken ebenso darum, genau diese Logik zu durchbrechen.

In Kompositionen wie dem Quintett (2009) oder dem Ensemblestück "Kataklothes" (2015) versucht Holz von einem Standpunkt technischer Avanciertheit aus die musikalische Tradition einzuholen: tonale Gravitation ohne Tonalität. Auch für Sarah Nemtsovs MEKOMOT-Projekt, das mit Neuer Musik und liturgischen Gesängen alte und neue Synagogen, vergessene und gegenwärtige Orte jüdischen Lebens zum Klingen bringt, hat Eres Holz einen Beitrag geleistet. Er wählte mit Allen Ginsbergs großem Kaddisch-Poem einen Text, der in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur religiösen Tradition steht. Die zweifelnde, skrupulöse Suchbewegung im "Labyrinth der Identität", die Eres Holz dem Text ablauscht, treibt möglicherweise auch sein eigenes Schaffen an.


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Ingo Dorfmüller

Atelier neuer Musik, Deutschlandfunk (DLF)

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Köln 2016

Neue Musik in ihrer ganzen Verschiedenheit: Ultraschall Berlin 2016

Die Musik des gebürtigen Israelis Eres Holz, eines ehemaligen Schülers von Hanspeter Kyburz, zählt zu den spannendsten Entdeckungen, die man bei "Ultraschall" machen konnte. Holz sucht nach einer harmonischen Verbindlichkeit jenseits der Dur-Moll-Tonalität. Das Ensemblewerk "Kataklothes" von Eres Holz exponiert eine Akkordverkettung, deren Fortschreiten zugleich eigentümlich logisch und offen wirkt: genauso wie der Lebensfaden, den die altgriechischen Moiren - auf die der Titel anspielt - spinnen. Entstanden ist eine ungeheuer farbige und plastische Musik, die Harmonie als ein sich beständig wandelndes Phänomen erfahrbar macht, als etwas, das nicht statisch, sondern in sich beweglich ist.


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Julia Spinola

Ultraschall: Festival für zeitgenössische Musik, Deutschlandfunk (DLF)

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Berlin 2016

Integration ist überholt in der Vielheitsgesellschaft

Das Forum Neuer Musik im Deutschlandfunk Köln sucht nach "Postmigrantischen Visionen"

[...] Beklemmend, nach diesem "Salto mortale in die Vergangenheit" dem Ensemblestück "Kataklothes" von Eres Holz zu begegnen, einem quasi nach Deutschland "zurückgekehrten" israelischen Komponisten, zu dessen Vorfahren polnische Holocaust-Opfer gehören. "Verbindungsfäden" gemäß den Schicksalsgöttinnen der griechischen Mythologie sind für Holz eine wesentliche Inspirationsquelle für eine überwältigend farbige, Entwicklungen in organischem Fluss einleitende und lösende Musik.

Flucht vor Krieg und Verfolgung wird heute wieder millionenfach erlebt. Doch was geschieht nach der Flucht, nach dem Ankommen im "Gastland" oder gar der "neuen Heimat"? Das Stück von Eres Holz führt mitten hinein in die Problematik des diesjährigen "Forums Neuer Musik" des Deutschlandfunks Köln, weil sich mit ihm auch die Fäden verschiedener Identitäten beschreiben lassen, welche die Persönlichkeit des Weltbürgers, des Eingewanderten, des Flüchtlings ausmachen.


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Isabel Herzfeld

Frankfurter Allgemeine

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17.04.19, Nr. 91, S. 13

Eres Holz: Quintett (2009) für Flöte, Klarinette, Viola, Klavier und Harfe

Holz etwa schafft in seinem Quintett für Flöte, Klarinette, Viola, Klavier und Harfe (2009) tonale Gravitationsfelder jenseits der Dur-Moll-Harmonik und untersucht die Möglichkeit der Erzeugung von Spannungen und Tendenzen zur Auflösung – mithin also Kennzeichen, die für die musikalische Rhetorik von großer Bedeutung sind.


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Stefan Drees

das Orchester

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06/2017

Eres Holz: Quintett (2009) für Flöte, Klarinette, Viola, Klavier und Harfe

Das Quintett (2009) von Eres Holz gibt sich als ein fast gediegen elaboriertes Ensemblestück mit komplexen Stimmbewegungen, die farbig zusammenfließen und wieder auseinanderdriften.


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Dirk Wieschollek

Neue Zeitschrift für Musik

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05/2017

Eres Holz: Kataklothes (2015) für großes Ensemble

Bedeutend extrovertierter: Kataklothes (2015), das mit schriller Expressivität und schreienden, grellen Farben Zustände tumultartiger Chaotik ausgeprägt. Ein sehr intensives Stück mit viel Perkussion, dissonanten Verdichtungen und volksmusikalischen Valeurs, als würden die Schicksalgöttinnen der antiken Mythologie hier direkt die Fäden ziehen


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Dirk Wieschollek

Neue Zeitschrift für Musik

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05/2017

Die kopernikanische Wende von Raderthal

[...] Ganz anders der Eindruck des Eröffnungsstücks. Kataklothes für Ensemble des israelischen Komponisten Eres Holz fokussierte, ja bannte das Ohr durch das Atemlose, das Dichte, Verdichtete seiner Sprache. Man verstand: Wenn es heute tatsächlich um so etwas wie „neue Musik“ gehen soll, dann muss es in erster Linie einmal darum gehen, ein Suchen als Dringlichkeit zu etablieren, um sich überhaupt einmal einen Raum zu erobern, in dem man sprechen, atmen, behaupten und so weiter kann.


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Georg Beck

nmz - neue musikzeitung

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5/2019

Eres Holz: Madrigal (2018) für Schalmei und Akkordeon

In seinem instrumentalen Madrigal für das Duo Mixtura sprengt der Komponist erneut die Grenzen zwischen vokaler und instrumentaler Schreibweise. Die Schalmei, in ihrer Tongebung flexibler als ihre Nachfolgerin Oboe, kommt ihm dabei entgegen: . . .


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Eckhard Weber

Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)

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Berlin, 2019

Neue Musik muss nicht belastend sein

[...] so erfuhren wir, dass Eres Holz früher selbst viele Madrigale gesungen hat und von ihrer Ausdrucksstärke so begeistert war, dass er unbedingt einmal versuchen wollte, diese mit Instrumenten zu erreichen.


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Henry Schmidt

Ultraschall Berlin 2019

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Berlin, 2019

Eres Holz: die MACH-Reihe für Solostücke

»MACH ist der Imperativ von machen, eine Form der Aufforderung, Befehl oder Einladung«, schreibt Eres Holz in einer kurzen Einführung zu MACH, und er präzisiert: »MACH ist eine Art Einladung, das zu machen, was nicht trivial ist«.
Es ist in der Tat keineswegs trivial, was Eres Holz seinem Soloinstrumentalisten aufgibt. Zum einen handelt es sich um ein hochvirtuoses Stück. Zum anderen folgt Eres Holz hier auch formal einem komplexen Plan.
MACH, so Holz, »folgt der Idee formaler und lokaler Differenzen. Die Kontraste zwischen den musikalischen Objekten (lokal) und den Teilen (global) ermöglichen eine hierarchische Organisation erkennbarer musikalischer Beziehungen. Die hierarchische Organisation war nicht im Interesse einer komplexen oder abstrakten Konstruktion gedacht, sondern sie verleiht dem Ganzen einen rhetorischen Charakter.«

Im OEuvre von Eres Holz taucht der Titel MACH gleich mehrfach auf. Es gibt (bisher) vier verschiedene Versionen, für Trompete, Klavier, Klarinette und Orgel. Die Fassung für Trompete ist...«


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Rainer Pöllmann

Ultraschall: Festival für zeitgenössische Musik, Deutschlandradio Kultur

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Berlin 2018

Eres Holz: Quintett (2009) für Flöte, Klarinette, Viola, Klavier und Harfe

Die erwähnte "Tonikalität", den Eindruck eines tonalen Zentrums, versucht er durch bestimmte Techniken jenseits der Prinzipien von Dur-Moll-Kadenzen erfahrbar zu machen. Der Zentralton fis im Quintett wird strukturell mit verschiedenen Mitteln bestätigt, etwa durch regelmäßige Wiederholungen dieses Tons oder satztechnisch durch Verdoppelung des Tons in den Stimmen und durch die Assoziierung dieses Tons mit einer bestimmten Akkordkonfiguration. Steigerungspassagen, Spannungsfelder und Bewegungen in höhere Register werden als Strategien zur Erzielung einer bewusst verfolgten musikalischen Dramatik eingesetzt. Dadurch gelingt...


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Eckhard Weber

Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)

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Berlin, 2015

Eres Holz: Kataklothes (2015) für großes Ensemble

Wechselwirkungen von Harmonik und Melodik untersucht Eres Holz in seinem neuen Ensemblestück Kataklothes. Das altgriechische Wort Kataklothes bedeutet „Zuspinnerinnen“ und bezieht sich auf die Moiren, in der antiken Mythologie die drei Schicksalsgöttinen, die den Lebensfaden für den Menschen knüpfen. Kataklothes als Bezeichnung für die Schicksalsgöttinnen verwendet Homer beispielsweise in der Odyssee. Das Bild des Lebensfadens ist passend für die Komposition von Eres Holz: Er erstellt...


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Eckhard Weber

Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)

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Berlin, 2015

Eres Holz: Madrigal (2018) für Schalmei und Akkordeon

[...] so gibt es vom schwulen Berliner Komponisten Eres Holz sein neues Stück „Madrigal“ (17.01), das die beiden Instrumente Schalmei und Akkordeon zusammenbringt und die Expressivität von Gesangsgesten instrumental einfängt.


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Eckhard Weber

Ultraschall Berlin 2019

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Berlin, 2019

Eres Holz: hautwärts

Den Anfang des Novitätenreigens macht hautwärts (2018) für Saxofon, Cello, Posaune, Akkordeon und Klavier von Eres Holz. Das 28-minütige Werk organisiert sich vierteilig. Vier Soli-Passagen sind jeweils vier Gipfel-artige Tutti-Passagen zugeordnet. Lange Soli von Akkordeon, Klavier und Cello eröffnen hautwärts, am Ende steht eine lange, klanglich instabile Ausklangphase mit ruhigen Akkorden des Klaviers. Zwischen die „Soloauftritte“ der verschiedenen Instrumente schieben sich also jeweils energetische Tuttiblöcke, pulsierende Bereiche, die sich, halb Zustand, halb Prozess, mit zäher Gewalt der Phantasie bemächtigen. Was an dem israelischen Komponisten Eres Holz fasziniert, ist die Fähigkeit, scheinbar unbegrenzt fließendes, vielstimmige organisiertes Material so zu ordnen, dass die Musik einen Zustand von Ordnung und Kontrolle erreicht, der der Komposition ihre luzide Souveränität verleiht. Bei Eres Holz gibt es Schönheit und Komplexität nebeneinander.

Gerne mag man dem Werk wiederbegegnen.

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Anton Schlatz

LUX:NM in der Villa Elisabeth

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Berlin 12/2019

Ultraschall Berlin 2018: Kritik

Gar nicht so unähnlich gebärdet sich ERES HOLZ‘ locker gefügtes MACH (2011) für Trompete solo, das Markus Schwind geradlinig entfaltet. Schwinds Trompetenklang ist haptisch, klar und schartig. Die Virtuosität ist zugunsten motivischer Konzentration eingedämmt und lebt u.a. von Echowirkungen. Der Redegestus ist sachlich beschwörend, so wie in Schakalkopf des gleichen Komponisten der beruhigte Spätstil Schönbergs geheimnisvoll weiterlebt. Kurz: MACH ist sehr hörenswert.


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Anton Schlatz

Ultraschall: Festival für zeitgenössische Musik, Deutschlandradio Kultur

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Berlin 2018

Ultraschall 2019: Tag 2 im Heimathafen Neukölln

Eres Holz‘ Madrigal ist paradoxerweise besonders vom Gesang her gedacht und verzichtet dennoch (oder gerade deshalb?) auf die menschliche Stimme. Das Akkordeon klingt hier zunächst wie Fafner an der Kirchenorgel und lässt so die Schalmei um so höher fliegen – und weiß sich ihr dann doch so erstaunlich anzuschmiegen, dass die beiden Instrumente als ideale Partner erscheinen. Sehr durchdacht wirkt das alles und kommt doch immer vom Klang her.


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HUNDERT11

Ultraschall: Festival für zeitgenössische Musik

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Berlin, 2019

Klangredlich bis infernalisch

Das Quintett des Israeli Eres Holz überzeugt nicht nur durch seinen Verzicht auf einen aufgeblasenen Titel, sondern durch seinen geschmeidigen, sehr homogenen Klang – man meint, den Geist des Madrigalgesangs zu spüren, von dem der erfahrene Chorsänger Holz schwärmt. Holz‘ neues Werk Kataklothes bezieht sich auf eine homerische Bezeichnung für die Moiren und spinnt tatsächlich, als wär’s Gesualdo, einen Klang aus dem anderen; keinen Moment verliert der Konzertgänger das Interesse.


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HUNDERT11

Ultraschall: Festival für zeitgenössische Musik, Deutschlandfunk

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Berlin, 2016

Eres Holz: Quintett (2009) für Flöte, Klarinette, Viola, Klavier und Harfe

Eres Holz's Quintett (2009) for flute, clarinet, viola, piano and harp (conducted by Titus Engel) starts with an elegant sparsity of texture, a feeling of fragments linking into a whole. Not for the last time on the disc I thought of the influence of Pierre Boulez, with Messiaen perhaps in the background. Whilst there are some interestingly dense moments, a characteristic of the performance is the great clarity which the players bring to the music, clarity and elegance. And the piece finishes as mysteriously as it starts.


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Robert Hugill

Planet Hugill - A world of classical Music

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2017

Eres Holz: Kataklothes (2015) für großes Ensemble

Der Titel von Holz's Kataklothes (2015) ist ein altgriechisches Wort, es bedeutet „Spinnen“ und bezieht sich auf die drei Göttinnen, die den Faden des Lebens spinnen. Holz verwendet eine Gruppe von harmonischen Sequenzen als Faden durch das Stück. Geschrieben für Flöte, Klarinette, Saxophon, Harfe Klavier, Schlagzeug, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass (geleitet von Titus Engel), öffnet es sich mit einem dramatischen Ausbruch und beruhigt sich dann allmählich, obwohl die Harmonien ziemlich dicht sind. Eruptionen und Störungen tauchen ab und zu. Es gibt sehr viel Sinn für die melodische Linien, die unabhängig voneinander arbeiten, jeder mit seiner eigenen Logik, und wie in seinem Quintett (2009) gibt es einen Gebrauch von Spärlichkeit und Stille.


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Robert Hugill

Planet Hugill - A world of classical Music

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2017

Bläsern die Flüstertöne beigebracht

Einen Höhepunkt des Konzerts bildete die Komposition von Eres Holz, der an diesem Abend dabei war und im Vorfeld eine Einführung in sein Werk gab.
Zu dem Titel Vier Schatten wurde der junge Komponist durch die vier apokalyptischen Reiter aus der Offenbarung des Johannes inspiriert. Er baut das Stück als eine dramatische Reise in den Tod auf.

In seiner Musik kommt es Eres Holz auf eine harmonische expressive Sprache an. Um eine poetische Wirkung zu erzielen, nimmt er sogar eine Dekonstruktion der Instrumente vor. So hat er an manchen Stellen den ersten Stimmzug der beiden Trompeten abgenommen Durch diese Art von Handwerk, verbunden mit seiner Dramaturgie, will der Komponist den Zuhörer besonders tief berühren. Das ist ihm gelungen, was der begeisterte Beifall bestätigte.

So wie dieses Stück fand das gesamte Konzert große Zustimmungen bei der Gästen, so dass der Beifall den Eindruck vermittelte, es seien doppelt so viele Besucher in der Scheune. Man musste nicht unbedingt mit dieser Sparte der Musik vertraut sein, um mit den fünf Musikern und ihren Interpretationen einen ereignisreichen Abend zu verleben. Das Spektrum von Klangmöglichkeiten, die die jungen Künstler mit ihren Blasinstrumenten ausschöpften, beeindruckte.


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Donata Holz

Worpsweder Musikherbst

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Worpswede, 2014

Das Wachstumprinzip von L-Systemen in der Musik von Hanspeter Kyburz

Die Hörwahrnehmung eines Prozesses im Sinne von Abwechslung zwischen Stabilität und Instabilität der Musterverkettung, die oft eine große Rolle in Kyburz’ Musik spielt, würde im Fall eines ähnlichen Charakteristikums der Objekte undeutlich sein. Es könnte irgendein Muster wahrgenommen werden, das aber mit der Musterstruktur des Prozesses nicht zusammenfällt. Um die Überraschungsmomente, die durch Abwechslung zwischen stabiler- und instabiler Musterstruktur verursacht werden, als unchaotisches Organismusverhalten wahrnehmbar machen zu können, binden die Tonbeziehungen des Tonkernes die Gesamtheit der Objekte zusammen (ähnlich wie die Reihe bei Arnold Schönberg).


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Eres Holz

Auschnitte aus meiner Masterarbeit

Berlin, 2012