Eres Holz

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Touching universes and ends (2019)

für Oboe/Englischhorn, Klarinette/Baßklarinette, Fagott, Klavier, Viola, Cello, Schlagzeug und Elektronik

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„JetztMusik“, SWR2 Konzertreihe, März 2020, Donaueschingen

Ensemble Aventure


Touching universes and ends ist das Ergebnis oder die Fortsetzung langjähriger Beschäftigung mit der Thematik der Grenzüberschreitung. All meine Werke, die in den letzten 10 Jahren entstanden sind, verfolgen in unterschiedlicher Weise eine Personalisierung und Intensivierung meiner Tonsprache. Sich mit künstlerischer Grenzüberschreitung zu befassen heißt für mich nichts anderes als sich mit dem Tod und dessen Fatalität zu konfrontieren. Der Grenzüberschreiter ist bereit, dem Unvorstellbaren, Unbekannten und Unmöglichen, aber auch dem Absurden und Irrationalen ausgeliefert zu sein. Es ist zugleich ein Gefühl von komplettem Neuanfang, Befreiung, Löschung bisheriger Wahrheiten und Erkenntnisse zugunsten Neuem.
Sterben und geboren werden?
Sinn im Unsinn?
Den Mut haben zu scheitern und alles verlieren zu können?
Es ist zugleich ein passiver, aber auch ein aktiver Vorgang, indem der Tod nur mit Fantasie besiegt werden kann!

Touching universes and ends wurde geschrieben, während ich um den Tod meiner Mutter trauerte. Gefühle von Sehnsucht, Wut, Hilflosigkeit und Verzweiflung tauchten auf. Aber auch neue Wege, Transformationen des Ichs, neue Räume für weitere innere Dialoge. Das Stück versucht durch langsame allmähliche Beschleunigung und Intensivierung bis in die Extreme an einen ruhigen Ort zu gelangen, wo es vielleicht wieder ein Anfang geben kann.

Eres Holz, Februar 2020

35 Jahre Pioniergeist: Das Geburtstagskonzert des Ensemble Aventure

In „Touching universes and ends“ für Ensemble und Elektronik verarbeitet der Komponist Eres Holz den Tod seiner Mutter. Intensive, schmerzhafte Steigerungswellen münden in beruhigende Klavierakkorde (Akiko Okabe). Die groß besetzte, weit dimensionierte Komposition erreicht orchestrale Ausmaße.

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