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Colors of emptiness (2018)

für Flöte, Oboe/Englischhorn, Klarinette in B/Bassetthorn und Fagott


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Das nationalsozialistische Reichsbürgergesetz vom 1935 teilte die deutsche Bevölkerung in Reichsbürger, in „Staatsangehörige deutschen oder artverwandten Blutes“ einerseits, sowie in ,einfache' Staatsangehörige, d.h. „Angehörige rassefremden Volkstums“ andererseits. Für Juden in Deutschland war damit die Betätigung in zahlreichen Berufen zunehmend erschwert.

Ab 1933 begannen jüdische Architekten, die ihre Ausbildung am Bauhaus Dessau erhalten hatten, dem neuen Stadtviertel Tel Avivs ihren Stempel aufzudrücken: die Weiße Stadt.

Meine Komposition „Colors of emptiness“ (deutsch: „Farben der Leere“) stellt der Zerstörung den Aufbau, der Gefangenschaft die Freiheit, der Aussichtslosigkeit die Hoffnung gegenüber. „Fliegende“ fast euphorische Flötenfigurationen verwandeln sich in lamentierende düstere Klängen. Tiefe Klanggebilde treiben sich wie ein Vogelflug in die Höhe. Zwei Polaritäten – Vergangenheit und Zukunft – zerreißen sich gegenseitig, die Scherben entsprechender der Gegenwart.